Erfolgreich fördern

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© Thorben Wengert / PIXELIO

In einem sind sich alle einig: Forschen ist der wichtigste Garant für wirtschaftlichen Erfolg. Allerdings ist eine systematische Forschung leichter gesagt als getan. Die großen Mittelständler des Maschinen- und Anlagenbaus holen sich Unterstützung aus der Förderpolitik, verlangen allerdings nach steuerpolitischen Optimierungen. Ganz anders sieht es bei den KMU aus.
Wie steht es um das Thema Förderung in der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt und der größten innerhalb der EU? Wie geht man als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) vor? An wen kann man sich wenden, um Förderung zu prüfen und zu erhalten?

„Richtig ist, dass Bund und Länder eine Vielzahl an Fördermaßnahmen anbieten. Ein einheitlicher, klar strukturierter Außenauftritt fehlt“, sagt Hartmut Rauen. Er ist stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer).

Die aktuelle Förderstruktur sei komplex und vermutlich in Teilen auch redundant. Eine kritische Bestandsaufnahme in Bund und Ländern sei hier erforderlich. Vor allem kleinere Unternehmen hätten es da oft schwer, den Durchblick zu behalten. Dennoch: Für undurchdringbar hält Rauen den Förder­dschungel nicht. „Die Förderberatung ,Forschung und Innovation‘ des Bundes sorgt hier für mehr Orientierung“, erläutert er. Auch der VDMA biete mit seinen Infotagen Hilfe an. „Wir informieren regelmäßig über neue Förderprogramme und bringen potenzielle Projektpartner aus dem Maschinenbau und der Wissenschaft zusammen“, sagt Rauen.

Industrie 4.0 anwenden

Industrie 4.0
Auch in der Fertigungsindustrie ist Industrie 4.0 bereits Praxis. © Freudenberg IT

Welche Vorteile die Digitalisierung für die Prozessindustrie bringt, zeigen erste Einsätze in der Wind- und Prozessindustrie. Dort helfen Experten bei der Bewältigung der Datenflut, die in dieser Branche die vielen Sensoren liefern. Aber auch Unternehmen in der Fertigungsindustrie beschäftigen sich nicht nur mit der Theorie.

Einige Unternehmen haben die Weichen schon gestellt und wer dies noch nicht getan hat, für den ist es nicht zu spät: Mit einem Besuch auf der SPS IPC Drives kann man sich über geeignete Industrie-4.0-fähige Produkte informieren.

„Früher waren wir am Ende des Tages froh, wenn wir die Daten von sämtlichen Standorten im Kasten hatten und alle Turbinen liefen. Jetzt kommt alles automatisch an und wir können analysieren, wo es Optimierungsbedarf gibt. Somit können wir heute schnell erste Voraussagen treffen. Unsere Arbeit ist dadurch viel einfacher geworden“, sagt Dr. Thomas Weiß. Er ist Bereichsleiter Plant Monitoring bei der Juwi AG im rheinland-pfälzischen Wörrstadt. Gegründet vor 20 Jahren als Zweimannbetrieb für den Bau einer Windturbine, beschäftigt das Unternehmen heute etwa 1000 Mitarbeiter und betreut weltweit Wind- und Solarparks. Die Herausforderung: Jeder Turbinenhersteller liefert eigene Software für die Überwachung seiner Anlage. Und die ist nicht kompatibel mit Herstellern anderer Anlagen.

Für Juwi war es deshalb immer schwieriger, Anlagen zu integrieren, zu überwachen und Berichte in ein Standardformat zu bringen. „Allein im Kontrollraum hatten wir 24 Varianten von unterschiedlicher Software”, meint Weiß. „Wir hatten keine Chance, auch nur einen Bericht aus zwei unterschiedlichen IT-Systemen zu gewinnen, der am Ende stimmig war. Wir waren Meister im Erstellen von Excel-Tabellen. Aber alle Bemühungen endeten immer in Problemfällen. Für die gleiche Fragestellung hatten wir mehrere unterschiedliche Antworten.” Und mit diesem Phänomen sind die Wörrstädter nicht alleine.

Netzwerk Großbeerenstraße hilft

Naser und Dennis mit Sozialarbeiter Oliver Weigt in der Fahrradwerkstatt im Jugendclub "House of Fun". <br>© Alexander Völkert
Naser und Dennis mit Sozialarbeiter Oliver Weigt in der Fahrradwerkstatt im Jugendclub „House of Fun“.
© Alexander Völkert

In wenigen Wochen wird Naser (16) dieses Rennrad stolz sein Eigen nennen und damit durch die Straßen Berlins fahren können. Es ist noch nicht mal ein Jahr her, da lebte er noch in Kabul, der Hauptstadt Afghanistans. Er und Dennis (17) arbeiten seit mehr als drei Monaten zusammen in einem Tandem-Team.

Erschienen in der Berliner Woche 3/2015. Der vollständige Artikel als PDF: tandem-projekt

Fotoaktion „90 Jahre – 90 Gesichter“

Barbara Braun mit ihrer Tocher Emilia beim Foto-Shooting "90 Tage - 90 Gesichter"<br> in der Komödie am Kurfürstendamm. <br /> © Alexander Völkert
Barbara Braun mit ihrer Tocher Emilia beim Foto-Shooting „90 Tage – 90 Gesichter“
in der Komödie am Kurfürstendamm.
© Alexander Völkert

Charlottenburg. Am 3. November wird eine alte Bekannte am Ku‘damm 90 Jahre alt – die Komödie. Dafür werden 90 Gesichter porträtiert. Alle haben etwas gemeinsam: Sie kennen das Haus schon lange und fühlen sich ihm verbunden – so auch die Fotografin Barbara Braun.

Erschienen in der Berliner Woche, Ausgaben Charlottenburg und Wilmersdorf 31/2014. Der vollständige Artikel als PDF: Zum Fototermin bitte