Die Erfindung der CD

Audio-CD.
Audio-CD. © Alexander Völkert

Ein  japanischer Manager bei Sony ist unzufrieden mit der Klangqualität von Schallplatten und Tonbändern. Der ausgebildete Opernsänger Norio Ohga gilt als der Erfinder der CD. Durchmesser und Spieldauer gehen auf sein Konto: 12 cm und 74 min, bis heute die Parameter für eine Audio-CD.

Als Vizepräsident will der Japaner, dass Beethovens Neunte in voller Länge darauf Platz findet. Die seinerzeit längste Version der Symphonie, eingespielt unter dem Dirigenten Wilhelm Furtwängler, dauert 74 Minuten. So sorgt der Wiener Klassiker gut 150 Jahre nach seinem Tod für den Standard des neuen Audio-Mediums. Die CD wird gepriesen als eierlegende Wollmilchsau: mit hoher Klangqualität, langer Lauf- und Lebenszeit und dem Potential, zukünftig zur Speicherung aller möglichen Daten genutzt zu werden. Bereits 1988 werden weltweit 100 Millionen Audio-CDs gefertigt, und ein Jahr später werden in Deutschland erstmals mehr CDs als LPs verkauft. Für die Musikindustrie also definitiv ein Segen.

  • Erschienen im Maschinenmarkt 14/2016
  • Der vollständige Artikel als PDF: Compact Disc

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