Der Vater des Computers

Konrad_Zuse_mit_Z3
© Deutsches Museum München

Am 12. Mai 1941 stellt ein 30-jähriger Tüftler und studierter Bauingenieur erstaunten Wissenschaftlern der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) seine programmgesteuerte Rechenmaschine vor. Was heute auf wenigen Quadratmillimetern Platz findet, nimmt beim Z3 noch das Volumen von mindestens drei großen Kühlschränken ein. Aus drei Speicherschränken, einem Rechenwerk und einer Bedienkonsole besteht der erste Computer der Welt. 2500 Spulen und fingergroße Relais benötigen einen Strom von 4000 Watt. Das Wunder beherrscht die Grundrechenarten und zieht sogar Wurzeln. Zahlen werden in eine numerische Tastatur eingegeben und ein 35-Millimeter-Filmlochstreifen zieht sich Stück für Stück durch die Maschine. Dann beginnen die riesigen Relais zu rattern, und schließlich blinken kleine Lämpchen auf und zeigen damit: das Ergebnis ist gefunden. Der Maschine scheint also im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht aufzugehen. Heute unvorstellbar, doch so beginnt die Geschichte des modernen Computers, wenngleich es natürlich viele Ideen vor Konrad Zuses Entwicklung gibt.

  • Erschienen im Maschinenmarkt 10/2016
  • Der vollständige Artikel als PDF: Zuse Z3

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